30.01.2014

Münchener Dekanat erleidet Millionenverlust

Die Stadtdekanin will sich ihrer Verantwortung stellen

München (idea) - Das evangelische Dekanat München hat bei Finanzgeschäften Verluste in
Millionenhöhe erlitten. Wie Stadtdekanin Barbara Kittelberger bei einer Pressekonferenz am 29.
Januar mitteilte, sind bis zu 5,5 Millionen Euro in Gefahr. Gelder in dieser Höhe waren in
Unternehmen von Solar-, Wind- und Wasserenergie sowie Müllaufarbeitung investiert worden,
die inzwischen insolvent sind. Laut Kittelberger handelte es sich nicht um hoch spekulative
Geschäfte. Die Rendite-Erwartungen hätten aber über den üblichen Bankenzinsen gelegen. Die
genaue Höhe der Verluste lasse sich erst nach Abschluss der Insolvenzverfahren feststellen. Das
Rechnungsprüfungsamt der Landeskirche untersuche, wie es zu dem Debakel kommen konnte.
Sobald der Bericht vorliege, solle über Konsequenzen beraten werden. Ein Abteilungsleiter sei
vorläufig von seinen Aufgaben entbunden worden, sagte die Stadtdekanin. Auch sie stelle sich
ihrer Verantwortung, da sie die Aufsicht über das Haushalts- und Rechnungswesen trage. Die
Kirche müsse mit einem Vertrauensverlust und berechtigten Fragen nach der Verlässlichkeit in
Finanzangelegenheiten rechnen.

Ohne Kontrolle durch Gremien
Das Dekanat hat fast die Hälfte seiner Rücklagen in Höhe von 32 Millionen Euro in Anleihen
mittelständischer Unternehmen aus – wie es heißt – „ökologisch nachhaltigen Branchen“ gesteckt.
Damit sei die interne Vorgabe, höchstens 30 Prozent in dieser Risikoklasse anzulegen, deutlich
überschritten worden, gab die Stadtdekanin zu. Die zuständige Abteilung habe ihre
Finanzentscheidungen offenbar ohne Kontrolle durch die Gremien treffen können. Inzwischen
würden die Anlagekriterien intensiv überarbeitet. Derzeit sei geplant, die Verluste zum Beispiel
durch einen Verkauf von Grundstücken oder Immobilien des Dekanats auszugleichen. Unklar sei
noch, ob auch die Münchner Kirchengemeinden betroffen sind. Ihre Rücklagen werden zu einem
Großteil vom Dekanat verwaltet. Kittelberger gehört der Landessynode an und ist eine Sprecherin
des progressiven Arbeitskreises „Offene Kirche“.

Zweifel an der wirtschaftlichen Kompetenz
Nach Ansicht des Vorsitzenden der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern,
Andreas Späth
(Windsbach bei Ansbach), weckt der Vorfall Zweifel an der ökonomischen
Kompetenz theologischer Führungskräfte. Es sei eines, Unternehmen Ratschläge für
vernünftiges Handeln zu geben, und etwas anderes, selber wirtschaftlich kompetent zu arbeiten.
Besonders ärgerlich sei, dass letztlich die Gemeinden, die sich an der Spekulation nicht beteiligt
haben, die Verluste indirekt mitbezahlen. Das Debakel müsse neben personellen Konsequenzen
auch zu Änderungen in der finanziellen Zuordnung von Gemeinden zum Dekanat führen.
(idea/30.01.2014)



26. 01. 2014

DIE FREUDE AM HERRN IST UNSERE STÄRKE

Pfarrer Dr. Friedrich Wilhelm Künneth
12.04.1933 – 26.01.2014

Die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern
trauert um ihren Spiritual und langjährigen Vorsitzenden
Pfarrer Dr. Friedrich Wilhelm Künneth. [71 KB]



10.01.2014

Neues Buch im KSBB-nahen Logos Editions Verlag:

Rohrmosers Plädoyer für eine christliche
Religionsphilosophie und Kulturwende

Kann die Moderne das Christentum überleben?
Oder: Kann die Moderne ohne das Christentum überleben?

Eine Buchbesprechnung von Armin Sierszyn
(MEDRUM) Im noch jungen 21. Jahrhundert führt uns ein politischer Islam vor Augen,
wie unzureichend im Grunde eine rein sozialtechnologische Gesellschaftstheorie daherkommt.
Günter Rohrmoser aktualisiert das Thema durch die doppelte Frage: Kann die
Moderne das Christentum überleben? Oder: Kann die Moderne ohne das Christentum
überleben? Weiterlesen >



10.01.2014

Baden-Württemberg: Kirchen kritisieren Bildungsplan
Petition: Über 80.000 Bürger gegen „ideologische Umerziehung“
Stuttgart/Hamburg (idea) – Teile des Bildungsplans 2015 der baden-württembergischen
Landesregierung stoßen auch bei den Kirchen auf Kritik. Der Entwurf ist umstritten, weil seine
Leitprinzipien einen Schwerpunkt in der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ setzen. Über 80.000 Bürger
haben bis zum 10. Januar eine Petition an den Landtag unterschrieben, in der vor einer
„pädagogischen, moralischen und ideologischen Umerziehung“ gewarnt wird. Auch nach Ansicht
der Bildungs-, Schul- und Hochschulreferenten der evangelischen Landeskirchen und der
katholischen Kirche in Baden-Württemberg müssen die Leitprinzipien für den Bildungsplan auf
der Grundlage des Menschenbildes entwickelt werden, „das der Landesverfassung und den
Schulgesetzen zugrunde liegt“. In einer am 10. Januar verbreiteten Stellungnahme fordern die
Kirchenvertreter, dass jeder Form von Funktionalisierung, Instrumentalisierung, Ideologisierung
und Indoktrination zu wehren sei. Dies gelte „nicht zuletzt im sensiblen Bereich der sexuellen

Identität und damit verbundener persönlicher und familiärer Lebensentwürfe“. Was in
Wissenschaft, Politik und Gesellschaft kontrovers sei, müsse auch in Bildungsprozessen
kontrovers dargestellt werden. In Beratungen mit den politisch Verantwortlichen strebten die
Kirchen „eine verantwortbare Lösung“ an. Darüber hinaus sei es jedem Bürger „unbenommen,
sich in geeigneter Weise dazu zu Wort zu melden“. Dies dürfe allerdings nicht durch Hetzportale
und diffamierende Blogeinträge im Internet geschehen.

Bekennende Christen befürchten Diskriminierung
Unterstützung bekommen die Kritiker von der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in
Deutschland
. Christliche Eltern sollten den Plänen der baden-württembergischen
Landesregierung entgegentreten und dem Versuch einer manipulierenden Beeinflussung ihrer
Kinder widersprechen, heißt es in einer Erklärung des Vorsitzenden, Pastor Ulrich Rüß
(Hamburg). Kein Homosexueller werde diskriminiert, wenn man beim christlichen Menschenbild
bleibe. Eher müssten bekennende Christen, die gegen den ethischen Meinungsstrom lebten,
zunehmend mit Diskriminierung rechnen. Gegen den Initiator der Petition gab es bereits eine –
inzwischen abgelehnte – Anzeige wegen angeblicher Verunglimpfung von Schwulen und Lesben
sowie eine Dienstaufsichtsbeschwerde.



04.01.2014

Skandalöser Regenbogen-Journalismus beim SWR?

Mehr als 40.000 Petenten für eine indoktrinationsfreie Bildungsreform werden mit System als extremistisch diffamiert.

(MEDRUM) Vor wenigen Wochen starteten engagierte Bürger eine Petition gegen den Versuch der grün-roten

Landesregierung Baden-Württembergs, die schulische Bildung künftig mit der Lehre von der sexuellen Vielfalt zu durchdringen. Die starke positive Resonanz dieser Initative war für Redakteure beim SWR offenbar nun Grund, gegen demokratisch engagierte Bürger Stimmung zu machen. Weiterlesen »




Friedensethische Überlegungen zum Bombenangriff be
Brief des Präsidenten des Außenamtes des Moskauer