KSBB gegen Musica Sacra

Erneut tanzende Derwische in einer Kirche?
Evangelische Kirche gewährt Weltreligionen musikalischen Auftritt
K a u f b e u r e n (idea) – Erneut Streit um die Musikreihe „Musica Sacra“ in Bayern. Auch in
diesem Jahr werden im Mai Künstlergruppen aus zehn Ländern und fünf Religionen Musik,
Meditationen und Tänze aufführen – darunter muslimische Derwische, Zen-Buddhisten und
Hindus. Das Abschlusskonzert mit allen beteiligten Ensembles findet am 13. Mai in der
evangelischen Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren statt. Vertreter anderer Religionen in einer
Kirche agieren zu lassen, hatte schon in den vergangenen Jahren zu Verärgerung geführt. So
lehnte es die katholische Diözese Augsburg ab, religiöse Künstler, die nicht dem Christen- oder
Judentum anhängen, in ihren Gotteshäusern Auftritte zu gewähren. Die evangelische
Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren diente indessen schon im vergangenen Jahr als
Veranstaltungsort für das Abschlusskonzert. Der Vorsitzende der Kirchlichen Sammlung um
Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB), Andreas Späth (Sachsen bei Ansbach), kritisiert das
Verhalten der evangelischen Kirche scharf. Sie übertrete konsequent und wiederholt das Erste
Gebot („Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“). Es sei nicht Aufgabe der Kirche, den
Menschen „über heidnische Frömmigkeitsformen den Weg ins Verderben zu weisen“, sondern
sie "wie einst Paulus zu Jesus Christus zu führen". Ein Konzert dieser Art in einer Kirche sei
geradezu gotteslästerlich. „Musica Sacra“ wird getragen von der Arbeitsgemeinschaft
Deutscher Chorverbände. Schirmherr ist der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein
(CSU), der auch der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern angehört.




Ver.di gegen Christival
Bremischer Pastor gegen Christival