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Kinderhilfe startet Abmahnaktion |
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Abmahnungskampagne sorgt für Zoff beim Spendenrat Umstrittene „Kinderhilfe” macht gegen andere Organisationen mobil B e r l i n (idea) – Einer Kampagne sehen sich Mitglieder des Deutschen Spendenrates (Berlin) ausgesetzt. Die Deutsche Kinderhilfe (Berlin), deren Mitgliedschaft im Spendenrat aufgrund ihrer umstrittenen Spendenpraktiken derzeit ruht, wirft in einem Rundschreiben durch ihr Anwaltsbüro in Hamm anderen Mitgliedern vor, sie hätten ihre Jahresrechnung 2006 nicht vorgelegt und damit gegen die im Spendenrat geltende Selbstverpflichtung verstoßen. Die Briefempfänger werden mit einer Unterlassungserklärung aufgefordert, nicht länger mit der Behauptung zu werben, der Jahresabschluss 2006 liege der Öffentlichkeit vor. Eine Anwaltsgebühr über 1.641,96 Euro sei bis zum 23. Mai zu überweisen. Betroffen von der Aktion sind auch zahlreiche christliche Werke, darunter das Hilfswerk World Vision (Oberursel bei Frankfurt), große diakonische Einrichtungen wie Rummelsberg (Bayern) sowie Bibel.TV und die Heilsarmee. Bildungsstiftung verärgert Die Betroffenen setzen sich nach idea-Informationen mit anwaltlicher Hilfe zur Wehr. Mehrere Werke betonen, dass sie nie eine Aufforderung des Anwaltsbüros zur Zusendung des Jahresberichts 2006 erhalten hätten. Andere haben ihren Jahresabschluss längst im Internet veröffentlicht. Einzelne Angeschriebene waren 2006 noch gar nicht Mitglied des Spendenrats, weshalb sie für diesen Zeitraum dem Spendenrat nicht rechenschaftspflichtig sind. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier ein in die Kritik geratenes Werk andere grundlos in Misskredit bringen will“, sagt der Jurist Christoph von Mohl (Dresden), Geschäftsführer der christlichen Bildungsstiftung, der ebenfalls eine Unterlassungserklärung zuging. Man prüfe derzeit, ob hier mit Abmahnungen Rechtsmissbrauch betrieben werde. Das Schreiben der Kinderhilfe habe man an die Staatsanwaltschaft, das Landgericht Berlin, Anwaltskammer sowie die Verbraucherschutzzentrale weitergeleitet. Es sei in höchstem Grade unverständlich, dass kleine christliche Werke wie die Bildungsstiftung, bei denen alle ehrenamtlich mitarbeiten, Zeit und Geld in eine unsinnige juristische Auseinandersetzung investieren müssten. Wird Kinderhilfe ausgeschlossen? Das Anwaltsbüro der Deutschen Kinderhilfe sagte auf idea-Anfrage, der zuständige Rechtsanwalt sei derzeit im Urlaub. Auch der Vorsitzende der Kinderhilfe, Georg Ehrmann, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Kinderhilfe steht selbst seit einigen Monaten in der Kritik. In mehreren Artikeln hat die Tageszeitung „Die Welt“ (Berlin) die Praktiken der Organisation offengelegt. So soll der Landesverband Nordrhein-Westfalen 2006 aus dem Erlös von 2,66 Millionen Euro fast 1,6 Millionen für Löhne, Gehälter und Altersversorgung ausgegeben haben. Nur 287.000 Euro seien gespendet worden – an die eigene Bundeszentrale. Der Schiedsausschuss des Spendenrats hatte sich geweigert, den Status einer ruhenden Mitgliedschaft aufzuheben. Am 3. Juni wollen die rund 60 Mitgliedsorganisationen bei einer Versammlung entscheiden, ob die Kinderhilfe den Spendenrat verlassen muss. (24.05.2008/11:41)
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Geske Künnethpreis Baptistischer Theologe gegen „bibeltreue“ Schrifta
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