Witwe von Malatya erhält Walter-Künneth-Preis Kirchliche Sammlung würdigt vorbildhaften Glauben von Susanne Geske
W i n d s b a c h (idea) – Die Frau des 2007 in der Türkei ermordeten evangelikalen Christen Tilmann Geske, Susanne Geske (Malatya/Osttürkei), erhält den Walter-Künneth-Preis der bayerischen Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis (Windsbach bei Ansbach). Die Organisation betrachtet die Witwe als „vorbildhaft im Glauben“, weil sie den nationalistisch-islamistischen Tätern unmittelbar nach dem Verbrechen öffentlich vergeben hat. Das war von vielen Christen weltweit, darunter auch vom EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber (Berlin), gewürdigt worden. Frau Geske hat nach der Bluttat nicht das Land verlassen, sondern wohnt weiterhin mit ihren drei Kindern in Malatya. Am 18. April 2007 hatten fünf junge Muslime ihren Mann sowie die Türken Necati Aydin und Ugur Yuksel im Zirve-Verlag in Malatya brutal gefoltert und ermordet. Der Staatsanwaltschaft zufolge handelten die Täter aus Hass auf christliche Missionare. Sie sind wegen Mordes und der Bildung einer bewaffneten Vereinigung angeklagt. Ihnen drohen lebenslängliche Freiheitsstrafen. Der Künneth-Preis, der 2008 zum fünften Mal verliehen wird, ist nach dem Erlanger Theologieprofessor Walter Künneth (1901-1997) benannt. Die Verleihung findet am 20. Juli im Nürnberger „Haus Eckstein“ statt. Laudator ist Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn), Direktor des internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz.