Prof. Seitz wird 80

Viele Pfarrer geistlich geprägt: Prof. Manfred Seitz 80
Seelsorger und Brückenbauer zwischen Medizin, Technik und Theologie
E r l a n g e n (idea) – Der evangelische Theologieprofessor, Prediger und Buchautor Manfred
Seitz (Bubenreuth bei Erlangen) vollendet am 17. September sein 80. Lebensjahr. Er war von
1972 bis zu seiner Emeritierung 1994 Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie an der
Universität Erlangen-Nürnberg. Seitz habe mit seinen Ausführungen zu Seelsorge, Gottesdienst
und geistlichem Gemeindeaufbau viele Angehörige der heutigen Pfarrergeneration beeinflusst,
schreibt der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands
(VELKD), Landesbischof Johannes Friedrich (München), in seinem Glückwunsch. Er würdigte
die Verdienste von Seitz um die Verlebendigung und Vertiefung der VELKD. Friedrich dankte
dem Jubilar außerdem für das „beeindruckende“ ehrenamtliche Engagement als Leiter des
Pastoralkollegs der VELKD. In einer Würdigung des Fachbereichs Theologie der Universität
Erlangen-Nürnberg heißt es, Seitz habe stets über Fakultätsgrenzen hinweg den Brückenschlag
gesucht zwischen Medizin, Technik und Theologie. Der Professor habe sich vielen
Universitätsangehörigen tief eingeprägt: als Prediger und als persönlicher Seelsorger bis hin zur
Sterbebegleitung. 1992 erhielt Seitz den Bayerischen Verdienstorden. Der Theologe äußerte
sich wiederholt auch pointiert zu aktuellen Vorgängen in der Kirche. 2002 kritisierte er den
Beschluss der hessen-nassauischen Kirche, die Segnung gleichgeschlechtlicher
Lebensgemeinschaften zu gestatten. Er wies darauf hin, dass die Bibel praktizierte
Homosexualität ablehne und fragte: „Wer gibt den Herrschenden der hessen-nassauischen
Kirche das Recht, tragende biblische Aussagen für ungültig zu erklären?“
(17.09.2008/08:56)


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