APS-370 Persönlichkeiten nehmen Kongress in Schutz

Rückendeckung für angegriffenen Seelsorge-Kongress
Über 370 Persönlichkeiten weisen Kritik der Homosexuellen-Lobby zurück
M a r b u r g (idea) – Über 370 Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft – darunter
Philosophen, Juristen, Politiker und Theologen - haben sich in einer Erklärung gegen
Bestrebungen gewandt, die Rede- und Wissenschaftsfreiheit beim Internationalen Kongress für
Psychotherapie und Seelsorge zu beschneiden, der vom 20. bis 24. Mai in Marburg stattfindet.
Schwulen- und Lesbenverbände sowie linksorientierte Kreise werfen dem von der Akademie für
Psychotherapie und Seelsorge (Frankenberg/Nordhessen) veranstalteten Kongress vor, dass
dort Referenten auftreten, „die Homosexuelle zu Heterosexuellen ‚therapieren’ wollen“. Sie
seien „gefährliche Scharlatane“, so der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland. Der
Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,
Volker Beck, forderte den Veranstalter auf, Seminare zu den Themen Identitätsbildung und –
konflikte von drei Referenten der Organisationen „Wüstenstrom“ und „Deutsches Institut für
Jugend und Gesellschaft“ abzusagen. Der Politiker lebt nach eigenen Angaben in einer
schwulen Lebensgemeinschaft. Andere Kritiker fordern, den Kongress zu verhindern oder ihm
öffentliche Räume zu entziehen. Zu der Tagung, die sich mit dem Thema Identität befasst,
werden rund 1.000 Teilnehmer erwartet.

Prominente Unterzeichner
Die zu der Kritik am 20. April veröffentlichte Erklärung trägt die Überschrift „Für Freiheit und
Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“. Zu
den Erstunterzeichnern gehören der Philosoph Prof. Robert Spaemann (München), der Staatsund
Verfassungsrechtler Martin Kriele (Köln), der Salzburger katholische Weihbischof Andreas
Laun, der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen
Kirchen Deutschlands, Ulrich Rüß (Hamburg), die Bundesvorsitzende der „Christdemokraten für
das Leben“, Mechthild Löhr (Glashütten/Taunus), die Publizistin Gabriele Kuby
(Rimsting/Oberbayern) und der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (CSU). Nach ihrer
Ansicht stellt die Kampagne gegen den Kongress einen Angriff auf fundamentale
Freiheitsrechte dar, die in der Verfassung garantiert sind. Niemand bestreite die Würde von
Menschen mit homosexueller Orientierung und ihre persönliche Freiheit, eine homosexuelle
Lebensweise zu praktizieren. Es gebe aber Menschen, die unter ihrer homosexuellen
Orientierung litten und therapeutische Hilfe suchten. Wissenschaftlichen Untersuchungen
zufolge berge praktizierte Homosexualität ein erhebliches gesundheitliches und psychisches
Risiko. Dazu zähle eine überdurchschnittliche Anfälligkeit für Aids, Geschlechtskrankheiten,
Depressionen, Ängste, Suchtmittelmissbrauch und Suizidgefährdung.

Veränderung ist möglich
International ausgewiesene Wissenschaftler und klinische Therapeuten bezeugten mit ihrer
Arbeit, dass Veränderung einer homosexuellen Neigung möglich sei. Niemand wolle Menschen
zu einem solchen therapeutischen Weg drängen: „Dass aber die Lesben- und
Schwulenverbände die Möglichkeit eines solchen Therapieangebots, ja sogar die
wissenschaftliche Information und Auseinandersetzung unterdrücken wollen, ist eine
Missachtung der Wissenschaftsfreiheit, der Meinungsfreiheit, des Leidens der betroffenen
Menschen und ihres Rechts auf Selbstbestimmung.“ Das dürfe in einem freiheitlichen Staat
nicht hingenommen werden. Die Unterzeichner werfen den Lesben- und Schwulenverbänden
vor, „ihre partikularen Interessen mit persönlichem und öffentlichen Druck, medialem Mobbing und Verleumdung“ durchzusetzen. Die Erklärung fordert, die Agitation gegen Veranstalter und
Referenten des Kongresses zurückzuweisen und dem Druck der Lesben- und
Schwulenverbände nicht nachzugeben. Allen Kongressteilnehmern solle ein „uneingeschränkter
fachlicher Dialog“ ermöglicht werden.


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