Synode unterstützt jüdisch-messianische Gemeinden

Synode unterstützt jüdisch-messianische Gemeinden
Bayern: Für eine Beteiligung am Ökumenischen Kirchentag 2010
Aschaffenburg (idea) – Jüdisch-messianische Gemeinden sollen beim Ökumenischen
Kirchentag vom 12. bis 16. Mai 2010 in München eine Möglichkeit zur Selbstdarstellung
bekommen. Dafür setzt sich die bayerische Landessynode ein. Sie verabschiedete zum
Abschluss ihrer Tagung vom 22. bis 26. November in Aschaffenburg eine entsprechende Bitte
an das Kirchentagspräsidium. Das Gremium soll einen Antrag der an Jesus Christus
glaubenden Juden wohlwollend prüfen, sich auf der Agora (Markt der Möglichkeiten)
präsentieren zu dürfen. Vor einem Jahr hatte sich die Synode noch sehr zurückhaltend über
das messianische Judentum geäußert. In der Straubinger Erklärung stellte sie fest, dass über
die Stellung der Kirche zu den sogenannten messianischen Juden weiter diskutiert werden
müsse. Diese unklare Haltung gegenüber Mitchristen war in der bayerischen Landeskirche
teilweise heftig kritisiert worden.
Bei Kirchentagen unerwünscht
Beim ersten Ökumenischen Kirchentag vor sechs Jahren in Berlin waren jesusgläubige Juden
unerwünscht. Die Verantwortlichen fürchteten, dass eine Zulassung das Verhältnis des
Kirchentags zur jüdischen Gemeinde belasten würde. Auch beim Deutschen Evangelischen
Kirchentag im Mai in Bremen blieben missionarisch tätige messianische Juden ausgesperrt. Der
Beschluss des Kirchentagspräsidiums aus dem Jahr 1999, das keine Gruppen akzeptiert
werden, die unter Juden missionieren, sei immer noch gültig, lautete die Begründung.
(27.11.2009/17:01)


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