Mehr über Wiederkunft Christi sprechen

Mehr über Wiederkunft Christi sprechen
„Eschatologische Orientierungshilfe“ der Bekennenden Gemeinschaften

Hamburg (idea) – Die Botschaft von Wiederkunft Jesu Christi sollte in Kirche und Theologie
nicht länger vernachlässigt werden. Das fordert die Internationale Konferenz Bekennender
Gemeinschaften (IKBG) in einer in Hamburg veröffentlichten „Eschatologischen
Orientierungshilfe“. Sie fasst die Erkenntnisse eines Bekenntniskongresses zusammen, der
vom 8. bis 11. Oktober in Bad Gandersheim stattgefunden hatte. Daran nahmen rund 100
Vertreter einer „christozentrisch trinitarischen Bekenntnis-Ökumene“ teil, darunter Anglikaner,
Lutheraner, Katholiken und Orthodoxe. Angesichts der Bedrohung der Umwelt und eines
Werteverfalls richteten zahlreiche Christen ihr Augenmerk auf die biblischen Endzeitprophetien
und suchten nach authentischer Auskunft über deren Bedeutung: „Aber misslicherweise werden
sie von der Universitäts-Theologie und der kirchlichen Verkündigung weitgehend
alleingelassen.“ Dies hänge unter anderem damit zusammen, dass viele Theologen unter dem
Einfluss der Bibelkritik an der Zuverlässigkeit der Endzeitprophetien zweifelten. Wo die
Erwartung der Wiederkunft Christi aufgegeben werde, „wird die Zukunftsorientierung durch den
Glauben an die schier grenzenlose Fortentwicklung der Menschheit und einen von Philosophien
und Ideologien verbreiteten, zeitgeistig orientierten Zukunftsoptimismus ersetzt“.

Zeichen der Endzeit
Die IKBG ruft in der Erklärung dazu auf, die Zeichen der Endzeit wachsam zu beobachten.
Neben einer Zunahme von Naturkatastrophen und Kriegen gehörten dazu Ersatzreligionen
ohne Gottesbezug wie der Nationalismus, Marxismus, Feminismus und Liberalismus. „Letzterer
führt auch zu einem hemmungslosen Gewinnstreben wie zur Korruption im Weltfinanzhandel.“
Weitere Anzeichen seien die Auflösung von Ehe und Familie sowie der polaren Ergänzung der
beiden Geschlechter. Dies geschehe aggressiv durch die Homosexuellen-Bewegung und die
Ideologie des Gender Mainstreaming. Ferner wird die Abtreibungspraxis genannt, die der
„zahlenmäßig größter Massenmord seit Menschengedenken“ sei. Die nominell christliche
Bevölkerungsmehrheit verhalte sich gegenüber diesem massiven ethischen Verfall gleichgültig
oder billige ihn. Das Leitbild der Selbstverwirklichung führe zu dem von Jesus Christus
vorhergesagten „Erkalten der Liebe“ bei vielen. Es komme zu einem Glaubensabfall, „der in
eine universale religiöse Hinwendung zum Antichristen einmündet“. Ein Vorzeichen für die
Wiederkunft Christi sieht die IKBG auch in der steigenden Zahl der Christen, die um ihres
Glaubens willen leiden oder getötet werden.

Was Hoffnung weckt
Neben dem ausufernden Bösen gebe es aber auch Zeichen, die die Hoffnung stärkten. Dazu
gehöre die Verheißung, dass die Nachfolger Jesu Christi „bis ans Ende standhaft im Glauben
ausharren“. Ein weiteres Anzeichen für die Wiederkunft Jesu sei „die Sammlung des
ersterwählten Gottesvolkes der Juden in dem ihnen verheißenen Land der Väter“ sowie eine
folgende geistliche Auferweckung. Sie lasse sich seit Ende der sechziger Jahre wahrnehmen,
indem judenchristliche Gemeinden in Israel und noch stärker in Amerika und Deutschland
entstehen. „Es gibt unter Juden ein zunehmendes Interesse am Messias“, so das Papier. Zur
Frage, wann Jesus wiederkommen wird, heißt es: „Eine gesunde Erwartungshaltung verzichtet
getreu der Weisung Jesu auf spekulative Endzeitberechnungen.“

Auf Wiederkunft freuen
Christen aller Konfessionen werden aufgerufen, „der Wiederkunft ihres Herrn freudig
entgegenzusehen“. Die Lebendigkeit und Echtheit biblischer Wiederkunftshoffnung sei „ein
wichtiger Erweis der Glaubenstreue eines Christen und einer kirchlichen Gemeinschaft“. Die
Einigkeit in ihrer Wiederkunftserwartung wiederum habe eine große Bedeutung für das Streben
nach der Einigung der Christenheit. Sie führe dazu, dass sich „bisher getrennte kirchliche
Gemeinschaften zusammentun zur gemeinsamen Erfüllung des Missionsauftrags Jesu“.
Unterzeichnet ist die Orientierungshilfe vom Präsidenten der IKBG, Pastor Ulrich Rüß
(Hamburg), und vom Ehrenpräsidenten, dem Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus
(Gomaringen bei Tübingen).
(14.02.2010/12:16)


Slenczka: „Abfall von den Grundlagen christlicher
Evangelikale ANTISEMITEN???