Kommentar zum Studientag

Wer ein Fazit des Studientags sucht, kommt um die nüchterne Erkenntnis nicht herum: Christen sollen nicht auf Juden mit dem Ziel zugehen, sie zum Glauben an Jesus Christus einzuladen. Die Auswahl der als Kritiker der Judenmission bekannten Referenten ließ nichts anderes erwarten. Dies lässt für die Zukunft wenig Gutes erhoffen. Im nächsten Jahr soll ein weiterer Studientag das Verhältnis zu den jüdisch-messianischen Gemeinden klären. Wegen des Wunsches, ihren Glauben an Jesus Christus als dem angekündigten Messias anderen Juden mitzuteilen, gelten sie als besonders engagierte Befürworter von Judenmission. Damit es wirklich zu einer vorurteilsfreien Beschäftigung mit dem messianischen Judentum kommen kann, müssen seine Vertreter stärker in den Studientag eingebunden werden, als es diesmal die Kritiker des Straubinger Wortes waren. Ihnen waren gerade einmal 10 Minuten offizielle Redezeit zugestanden worden.

Andreas Späth, Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB)


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