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Das Evangelium auch unter Juden verkündigen EDI-Geschäftsführer Renz in den Ruhestand verabschiedet Leinfelden (idea) – Juden brauchen die Botschaft von Jesus Christus genauso wie alle anderen Menschen, um das ewige Leben zu bekommen. Das erklärte der Geschäftsführer des Evangeliumsdienstes für Israel (EDI/Echterdingen bei Stuttgart), Hartmut Renz, beim Jahresfest am 13. Juni in Leinfelden bei Stuttgart. Der 64-Jährige, der nach mehr als 20-jähriger Dienstzeit im Oktober in den Ruhestand tritt, erinnerte an teilweise heftige Auseinandersetzungen mit dem früheren württembergischen Landesrabbiner Joel Berger (Stuttgart). Dieser bezeichnete die Arbeit des EDI als „Fortsetzung des Holocaust mit anderen Mitteln“. Noch im vergangenen Jahr habe Berger dem EDI öffentlich vorgeworfen, russischstämmige Juden als „freie Beute“ zu betrachten, die man „schnappen“ wolle. Dazu sagte Renz: „Wir betreiben keine Seelenhascherei, sondern bezeugen, dass Jesus Christus der von allen Propheten Israels angekündigte Messias ist.“ Der EDI mache auf niemanden Jagd und wolle auch niemanden für eine menschliche Organisation vereinnahmen. „Wir wollen aus Juden keine evangelischen oder katholischen oder freikirchlichen Christen machen. Wir wollen sie nur zu dem einladen, den Gott zuerst zu Israel gesandt hat und den er für Israel zuerst vom Tod auferweckt hat, Jesus Christus.“ Dieses Anliegen ziehe sich wie ein roter Faden durch das Neue Testament. Landeskirche braucht den EDI Auch nach Ansicht des Missionsbeauftragten in der württembergischen Kirchenleitung, Kirchenrat Klaus Rieth (Stuttgart), haben Christen den Auftrag, das Evangelium allen Menschen zu bringen. Deshalb brauche die Landeskirche den EDI. Rieth dankte dem scheidenden Geschäftsführer, dass dieser seine Positionen stets klar und verbindlich dargelegt habe. Dazu gehörten auch die Verbundenheit mit Israel und ein differenziertes Nachdenken über die Situation im Nahen Osten. Wer sich um Israel Sorgen mache, sei „auf der richtigen Seite“, so Rieth. Unterstützung für messianische Juden Renz hatte die Geschäftsführung 1989 vom EDI-Gründer, Alfred Burchartz (1923-2009), übernommen. In seine Amtszeit fiel die Ausweitung des EDI. Zur ursprünglichen Aufgabe, in der Kirche Liebe und Verständnis für das jüdische Volk zu wecken und Christen an die jüdischen Wurzeln ihres Glaubens zu erinnern, kam ab Mitte der neunziger Jahre die Unterstützung von messianischen Juden aus der ehemaligen Sowjetunion. Sie glauben, dass Jesus Christus der im Alten Testament angekündigte Messias ist, halten aber an ihrer jüdischen Tradition fest. Seither fördert der EDI mehrere messianisch-jüdische Gemeinden in Deutschland. Nachfolger von Renz ist der 46-jährige Theologe Armin Bachor. Er war von 1994 bis 1998 Missionar in Papua-Neuguinea und Mikronesien. Seither ist er Mitarbeiter des Deutschen Christlichen Technikerbundes. Vorsitzender des EDI ist Pfarrer Joachim Rieger (Mössingen bei Tübingen). (14.06.2010/14:15)
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