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Interessenkollision bei Diakonie |
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Interessenkollision bei Diakonie: Hochrangiger Mitarbeiter muss gehen Referent des Präsidenten war an Unternehmensberatung beteiligt Stuttgart/Berlin (idea) – Weil er jahrelang seine Beteiligung an einer Unternehmensberatung verschwiegen hat, muss ein hochrangiger Mitarbeiter des Diakonischen Werks der EKD gehen. Dem Persönlichen Referenten von Präsident Klaus-Dieter Kottnik, Pfarrer Walter Merz, wird eine mögliche Interessenkollision vorgeworfen. Er wurde Ende August mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben in der Diakonie-Zentrale in Berlin entbunden. Der 51-jährige Theologe war seit 2003 an der Stuttgarter Beratungsfirma „Dr. Dithmar&Partner“ beteiligt. Das Unternehmen bekam seit dem Amtsantritt von Merz Anfang 2007 wiederholt lukrative Aufträge, unter anderem den Zuschlag für eine Bewertung der neuen Organisationsstruktur des Diakonischen Werks. Auch in die Planungen zur Fusion mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst wurde sie einbezogen. Von der Nebentätigkeit ihres Mitarbeiters habe das Diakonische Werk allerdings erst durch Recherchen der „Stuttgarter Zeitung“ erfahren, wie Diakoniesprecherin Ute Burbach- Tasso gegenüber idea erklärte. Merz habe die erforderliche Erlaubnis nicht eingeholt. Einen Einfluss auf die Erteilung der Aufträge schloss sie allerdings aus. „Dr. Dithmar&Partner“ habe damals „das qualitativ beste und wirtschaftlich sinnvollste Angebot“ abgegeben. Merz war vor seinem Wechsel zur Diakonie 15 Jahre lang Gemeindepfarrer in Viselhövede in der Lüneburger Heide. Der „Stuttgarter Zeitung“ sagte er, er habe seine Partnerfunktion seit seinem Dienstbeginn bei der Diakonie ruhen lassen. Sein offizielles Ausscheiden aus der Firma habe sich bis Anfang 2008 verzögert. In dieser Zeit habe er es versäumt, seiner Anzeigepflicht nachzukommen. Merz will in die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers zurückkehren. Die Inhaberin der Managementberatung, Christiane Dithmar, ist ebenfalls Theologin und in der Diakonie keine Unbekannte. Von 1995 bis 1998 war sie Persönliche Referentin des damaligen Präsidenten des Diakonischen Werks, Jürgen Gohde. Die Vermutung, bei Überweisungen an Merz habe es sich um Vergütungen oder Provisionen gehandelt, wies sie zurück. Es seien Rückzahlungen von Darlehen aus der Zeit der Firmengründung gewesen. (31.08.2010/11:00)
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Bayern: Per „Konsens durch die Hintertür“ zur Verf Kirchliche Kritik an bayerischem Verfassungsschutz
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