KSBB: Augustana-Hochschule verhöhnt Christen mit Namensgebung
M ü n c h e n (idea) – Die bayerische Landessynode soll darauf hinwirken, dass ein Gebäude der evangelischen Augustana-Hochschule in Neuendettelsau bei Nürnberg nicht länger Dorothee-Sölle-Haus heißt. Das beantragt die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB) in einer Eingabe an die Synode, die vom 26. bis 30. November in Rummelsberg bei Nürnberg tagt. Die umstrittene evangelische Religionspädagogin Dorothee Sölle (1929-2003) habe zentrale Glaubensaussagen des Christentums geleugnet. Außerdem habe sie den Sozialismus verteidigt, was „geradezu als eine Verhöhnung der Christen unter den Opfern des Sozialismus“ verstanden werden müsse. Frau Sölle habe in ihren Büchern Gewalt zur Durchsetzung sozialistischer Ziele befürwortet. Die Augustana-Hochschule hatte im Januar eines ihrer Gebäude nach Dorothee Sölle benannt. Nein zu Hindutänzen in Kirchen In einer weiteren Eingabe fordert die KSBB, evangelische Kirchen und Gemeindehäuser nur für Veranstaltungen von Christen und Juden, nicht aber für andere Religionen zur Verfügung zu stellen. Hintergrund ist die Veranstaltungsreihe „Musica Sacra“, bei der am 8. Juni in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche von Kaufbeuren nepalesische Nonnen hinduistische Tänze gezeigt und ein Buddhistenmönch gesungen hatte. Nach Ansicht der KSBB ist damit das Gebot gebrochen worden, neben dem Gott der Bibel keine fremden Götter zu verehren. Im Gegensatz zur evangelischen Kirche habe der katholische Bischof den Gebrauch kirchlicher Räume für Musica-Sacra-Veranstaltungen untersagt. In einer dritten Eingabe regt die KSBB an, den katholischen Feiertag Fronleichnam auf evangelischer Seite dazu zu nutzen, sich verstärkt mit der lutherischen Abendmahlslehre auseinanderzusetzen und ab 2007 in Bayern einen „Glauben stärkenden Verinnerlichungstag“ zu begehen. Außerdem solle das Abendmahl in den Gemeinden mindestens einmal pro Woche gefeiert werden. Vorsitzender der KSBB ist der Religionspädagoge Andreas Späth (Sachsen bei Ansbach).