Christliche Leitkultur in Gefahr

Am 3.5. hatte die KSBB mit befreundeten Organisationen zu einem Presseseminar in das Münchner Maximilianeum, den Sitz des Bayerischen Landtags, eingeladen. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Christlicher Publizisten (ACP), Heinz Matthias (Niedenstein), betonte vor dem Hintergrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung die Bedeutung des Medienbereichs für unsere Gesellschaft, im positiven wie im negativen. Christen sollten sich aktiv einbringen, sei es durch Berufswahl oder über Leserbriefe bzw. Protestanrufe und –schreiben gegen gewaltverherrlichende und sittenzerstörende Inhalte. Beckstein bei KSBB Der Stellvertreter des bayerischen Ministerpräsidenten und Innenminister Dr. Günther Beckstein legte dar, daß durch das Schwinden der christlichen Wertebasis die bislang hohe soziale Lebensqualität gefährdet ist. Das Grundgesetz mit der Betonung der Menschenwürde baue auf dem Bewußtsein der Gottesebenbildlichkeit auf. Dies sei bei den Müttern und Vätern des Grundgesetzes parteiübergreifender Grundkonsens gewesen, welcher sich jedoch in den vergangenen Jahrzehnten aufgelöst habe. Vor diesem Hintergrund und der aktuellen Herausforderung durch den Islam bedauerte Beckstein, daß die Diskussion um unsere Leitkultur nicht fortgesetzt werde. Der Revitalisierung des Islam auch hierzulande stehe geistliche Schwäche des Christentums und dessen abnehmende Bindungswirkung gegenüber. Beckstein, früher im CVJM engagiert, mahnte, Christen im Westen sollten Anwälte für verfolgte Geschwister sein. Er setze sich auch gegenüber islamischen Politikern für Glaubensfreiheit ein. Von den Amtskirchen werde viel zu wenig angesprochen, daß Christenverfolgung in islamischen Ländern “eine große Gemeinheit” sei. Zur Bewußtmachung der gravierenden Defizite islamischer Gesellschaften bei Freiheitsrechten könne der Dialog zwischen Moslems und Christen dienen. Aber “Allah ist nicht der dreieiniger Gott”, betonte der Innenminister. Viele Christen wüßten zu wenig über ihren Glauben und die elementaren Unterschiede zum Islam. Abtreibungsunkultur ist inhuman Oberkirchenrat i.R. Werner Hofmann (Gräfelfing), der frühere Leiter des Landeskirchenamtes, sowie der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Löw (Baierbrunn) nahmen an der anschließenden Podiumsdiskussion teil, die vom Vorsitzenden der KSBB, Andreas Späth, moderiert wurde. Hofmann bedauerte die unmenschliche, gegen die christliche Ethik verstoßende Abtreibungsunkultur. Daß das Töten im Mutterleib – unabhängig vom Strafgesetzbuch – für eine Gesellschaft nicht straffrei bleibe, zeigten die durch den Geburtenrückgang erzeugten wirtschaftlichen Probleme, nicht nur in der Rentenversicherung. Löw forderte alle Christen zu einem klaren Bekenntnis in der Öffentlichkeit auf: “Wir kämpfen für eine gute Sache: für unser Volk und für die abendländische Wertegemeinschaft”. Einig waren sich die Teilnehmer auch in den negativen Konsequenzen der “Homo-Ehe”, die theologisch wie juristisch abzulehnen sei. Zwar gebe es, so Beckstein, bislang “erfreulich wenig” solche eingetragene Lebenspartnerschaften, aber es erfolge eine massive Verschiebung zu Lasten der gesellschaftserhaltenden Werte Ehe und Familie. Die evangelischen Kirchen hätten hier in ihrem Wächteramt auf breiter Linie versagt. Einkehrtagung: Thema „Islam“ Vom 9.-11.7. fand in den „Ammersee-Häusern“ der Hensoltshöher Diakonissen in Riederau am Ammersee unsere sehr gut besuchte Einkehrtagung zum Thema „Muslime unter uns – Gefahr oder Herausforderung?“ statt. Wieder durften wir Innenminister Beckstein begrüßen. Er erinnerte daran, daß in fast allen islamischen Ländern Christen massiv diskriminiert und verfolgt, teilweise sogar umgebracht würden. Insofern beklagte er, daß seitens der Amtskirchen mehr Ermahnungen an die deutschen Politiker ergingen, sich für den EU-Beitritt der Türkei einzusetzen, als für verfolgte Christen einzustehen. Es sei eine Anfrage an alle Christen hierzulande, wenn bei Asylsuchenden die „Faszination des Christentums nicht so stark wie die Faszination der Sozialhilfe“ ausfalle und mehr Menschen zum Islam überträten als Moslems Christen würden.

Sozialhilfe attraktiver als christlicher Glaube Beckstein hielt fest, daß Kirchenglockengeläut zur Tradition und zum kulturellen Bestand des Abendlandes, eines oberbayerischen oder fränkischen Dorfes, gehören, der Ruf des moslemischen Muezzin jedoch nicht. Außerdem wisse jeder, der nach Deutschland komme, daß unser Land vom Christentum geprägt sei. Kein einziger Fremdkultureller sei zwangsweise hierher verschleppt worden. „Und dann muß man sich in bestimmter Weise einfügen“, so der Innenminister, der auch der Synode unserer Landeskirche angehört. Kaum Dank für Bewahrung des Rechtsstaates Als es kurz vor Weihnachten gelungen sei, einen muslimischen Haßprediger („Tod allen Ungläubigen, Tod allen Christen“) aus Bayern abzuschieben, sei ihm aus der Landtagsopposition vorgeworfen worden, er hätte den Weihnachtsfrieden gebrochen. Im Landtag entgegnete Beckstein, daß damit der Weihnachtsfrieden hergestellt worden sei. Dank für seinen Einsatz zur Verteidigung des Rechtsstaates erhalte er von evangelischen Kirchenleitungen so gut wie nicht.
„Islam vor weiterer Radikalisierung“
Die Islamwissenschaftlerin Dr. Christine Schirrmacher (Bonn) warnte vor der gängigen Sichtweise, der Islam erscheine derzeit nur deswegen so

gewaltbereit, weil er seine „Aufklärung“ noch vor sich habe. Natürlich könne keiner wissen, wie sich der Islam in 500 Jahren darstelle. Derzeit deute aber sehr vieles auf eine weitere Radikalisierung und nicht auf eine Humanisierung. Diese Sichtweise bestätigte auch der Staatskirchenrechtler Prof. Dr. Jörg Müller-Volbehr (Marburg), indem er Unterschiede zwischen dem christlichen und dem islamischen Kulturkreis anhand der Menschenrechte aufzeigte. Uns im Westen selbstverständlich erscheinende Freiheiten werden im islamischen Kulturkreis als unislamisch betrachtet und deshalb abgelehnt, was mit Koran und Scharia (dem islamischen Gesetz) begründet wird. Konflikte im Zusammenleben mit weiter wachsenden muslimischen Bevölkerungsanteilen in der EU seien deshalb sehr wahrscheinlich, außer der Westen gebe sein bisheriges Menschenrechtsverständnis auf.
Mission tut not !
Ein zum Glauben an Jesus Christus gekommener, früherer Moslem aus Indien berichtete über das harte Verfolgungsschicksal von Konvertiten in islamischen Gesellschaften. Er arbeitet heute als Missionar mit der Evangelischen Karmelmission (Schorndorf) zusammen. Günther Korn (Nürnberg) vom Orientdienst zeigte die mannigfachen, aber weithin ungenutzten Chancen zur Mission unter Muslimen in Deutschland auf, die durch Trägheit und Passivität der Christen oft ungenutzt blieben. Asylbewerber und Zuwanderer nähmen das Evangelium oft bereitwilliger auf als Einheimische. Auch Vorsitzender Späth schloß sich diesem Aufruf an. Wichtiger als das Lamento über die Entchristlichung des Abendlandes müsse für Christen die Wahrnehmung solcher Missionschancen sein. Denn der Missionsauftrag bleibe gerade in Umbruchzeiten für die christliche Gemeinde grundlegend.Einen feierlichen Abschluss fand die Einkehrtagung mit einem Abendmahlsgottesdienst. Pfr. Otto Kietzig zelebrierte die Liturgie. Die Predigt hielt KSBB-Spiritual Pfr. Dr. Künneth über 1.Kor 16,13 “Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid stark!”.



Die meisten Vorträge erscheinen demnächst in gedruckter Form und sind beim Hauptbüro (siehe Impressum) gegen Spende erhältlich. Wer die Vorträge lieber als Audiokassette möchte, kann diese über uns beim Kasettendienst Nehemia bestellen.

Christliches Radio München startet

Ab Oktober 2004 wird das von evangelischen Christen ins Leben gerufene Christliche Radio München (crm) auf der UKW-Frequenz 92,4 im Großraum München sieben Stunden je Woche senden. Neben säkularen Anbietern hält auf dieser Frequenz das katholische Radio Horeb den Hauptteil der Sendezeit. Ziel des crm ist, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen und Informationen rund ums Christsein zu liefern. Am Sonntag ist am frühen Nachmittag u.a. die Ausstrahlung eines aufgezeichneten Gottesdienstes vorgesehen. Informationen, z.B. ehrenamtliche Mitarbeit und Spenden, bei Diakon Andi Weiss (Interview mit ihm in B&S Nr. 1/2004): Tel.: (089) 568 237 03 E-Post: redaktion@christlichesradio.de

Christliche Hochschule möglich?!

Die evangelikale Freie Theologische Akademie (FTA) in Gießen hat beim hessischen Wissenschaftsministerium die Anerkennung als private Hochschule beantragt. Es besteht begründete Hoffnung auf einen positiven Bescheid. Dies würde eine klar biblisch-reformatorische Theologenausbildung mit dann staatlich anerkannten Hochschulabschlüssen ermöglichen. Angesichts des geistlichen Zustands in Deutschlands Gesellschaft und Kirchen wäre dies ein Lichtblick. Bitte beten Sie für eine Genehmigung und zeigen Sie – wichtig für die Genehmigung! – mit Ihrer Unterschrift die Unterstützung für dieses Projekt. Unterschriftenlisten und Information können angefordert werden bei: FTA, Rathenaustr. 5-7, 35394 Gießen, Tel.: (0641) 979 700 E-Post: info@fta.de

CD-Rezension:

Chopins “Stuttgarter Tagebuch” mit Pavlos Hatzopoulos
Die Tatsache, daß im September 1831 Frédéric Chopins geliebte Heimat Polen endgültig in die Hände Rußlands fiel, war gewiß der Auslöser der inneren Zerissenheit und großen Verzweiflung, die der große Meister in jenen Tagen in seine Musik hineinkomponierte. Chopin hielt sich gerade in Stuttgart auf, als er die niederschmetternde Nachricht erfuhr. Daraufhin brach er seelisch zusammen, gleichzeitig brachte er seine explodierenden Gedanken zu Papier. So entstand ein einzigartiges Dokument seiner innersten Seelenwelt, das berühmte „Stuttgarter Tagebuch“.Der Konzertpianist Pavlos Hatzopoulos, der breiteren Öffentlichkeit
auch und insbesondere aufgrund seiner Gesprächskonzerte bekannt, studierte Chopins Tagebucheinträgen eingehend. Er kam zu dem Schluß, daß dessen Heimatgedanke wohl nur bedingt mit Polen verbunden gewesen sein muß. Vielmehr ist Hatzopoulos davon überzeugt, daß sich der Komponist zeitlebens auf der Suche nach einer ewigen Heimat befand, nach Glück, nach Frieden, nach Erlösung.
Und so zeigt der griechisch-stämmige Stuttgarter die geistliche Dimension auf, die Chopins musikalische Sprache lenkt und prägt. Er sieht den großen Meister als einen religiösen Menschen, der jedoch bewußt auf eine persönliche Beziehung zum biblischen Gott verzichtete, und statt dessen sich seine eigene Gottheit schuf, das sogenannte „Ideal“. Doch darin fand er nicht das erhoffte Glück, zurück blieb zeitlebens eine große unerfüllte Sehnsucht, die der Musik Chopins ihren unverkennbaren Stempel aufsetzen sollte.
All dies verdeutlicht Hatzopoulos sowohl im Beiheft der CD – wo seine persönlichen Gedanken zu den Werken ebenso nachzulesen sind wie auch Auszüge aus dem Tagebuch – als auch in der großartigen Einspielung. Mit virtuosem Spiel in den dramatischen Teilen und äußerster Sensibilität in den kantablen und lyrischen Passagen ergründet er mit Tiefsinn und ohne übertriebenen Affekt die Stimmung der Stuttgarter Tage. Auch seine Auswahl der Werke ist nicht zufällig: tatsächlich stehen nur das h-moll-Scherzo und die „Revolutions-Etüde“ im direkten Zusammenhang mit dem „Stuttgarter Tagebuch“. Doch Hatzopoulos wählte sorgfältig und bewußt weitere berühmte Werke des Meisters aus, die inhaltlich oder atmosphärisch in einer Beziehung dazu stehen. .
Äußerst empfehlenswert ist diese außergewöhnliche CD eines Künstlers, der sich auch in der Öffentlichkeit als gläubiger Christ bekennt. Sie ist erhältlich bei haensslerclassic, in Musikgeschäften oder über die Internetseiten des Künstlers www.pavlos-hatzopoulos.com. Pavlos Hatzopoulos wird am 9. Oktober 2004 um 19.30 Uhr in der Münchener Residenz auftreten mit einem Gesprächskonzert zu Modest Moussorgskys berühmtem Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“. Informationen und Eintrittskarten sind unter www.kulturgipfel.de, Tel. 089 54 81 81 81 oder an der Abendkasse erhältlich.

Aus einen Vortrag unseres Spirituals

Pfr. Dr. Künneth vor der Bruderschaft“Es gilt ein frei Geständnis, in dieser unsrer Zeit,
ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit...” Evangelisches Gesangbuch 136,4
.... Es ist der Begriff des Bekenntnisses in dreifacher Weise zu entfalten. Landläufig mag man nun daran denken, dass das Bekennen zunächst den Widersachern des Glaubens gegenüber zu geschehen hat. - Falsch! - Dies ist erst an zweiter Stelle geboten. Bekenntnis bedeutet zuerst immer bekennen der eigenen Schuld. 1.Johannesbrief 1,9: “So wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend.” Erst wer sich selbst als Sünder erkennt und Gott dies bekennt, der wird reif zum Bekenntnis der Gottesbeziehung vor den Ungläubigen und Häretikern.
Erstens: Bekenntnis ist zuerst Bekenntnis der eigenen Schuld vor Gott! Dann erst wird man frei, durch Buße und Beichte - sozusagen aus der geheilten Gottesbeziehung heraus - auch anderen Menschen von Jesus weiterzusagen. Dies geschieht mitunter auch in der Form des Bekennens, indem dem Widerpart die rechte Lehre, die Wahrheit - also letztlich Christus selbst - mitgeteilt wird. Menschenfurcht, Eitelkeit und Diskussion sind hier fehl am Platze. Gottes Wort fordert Nachfolge und Gehorsam, kein zögern und zerreden. Wir bedenken, dass wir aufgefordert sind, unseren Glauben zu bekennen, etwa Lukas 12,8.9: “Ich aber sage euch: Wer mich bekennet vor den Menschen, den wird auch des Menschen Sohn bekennen vor den Engeln Gottes. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.” Auch das Bekennen aber hat in Liebe zu geschehen und nicht aus falschen Motiven, wie verletztem Stolz, Ehrgefühl oder purem Zorn über den Unglauben der Zerstörer der Kirche. Auch zu ihnen will Gott in Gesetz und Evangelium kommen - nicht in bloßem Gesetz, dass ihnen nur das Gericht und den Zorn Gottes predigt. Aber auch nicht nur im Evangelium, dass dann ein falsches Evangelium wäre, wo es ohne Beichte und Buße wirken sollte. Zweitens: Bekenntnis ist authentische Vermittlung des Gotteswortes! Diese beiden Arten des Bekenntnisses münden in die dritte, den Lobpreis. Wer Vergebung seiner Schuld und Leben aus Gott als der Quelle des Lebens hat, wer Erkenntnis des Wortes Gottes hat, kann nicht anders, als darüber Gott zu loben und zu preisen. Drittens: Bekenntnis ist Lobpreis. Darauf läuft alles zu. “Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!” Psalm 150,6 und Offbenbarung 5,13: “Dem, der auf dem Stuhl sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!” Endzweck des Bekenntnisses ist der Lobpreis Gottes (doxologischen Finalität).... nach Mitschriften aus der Bruderschaft

Endspurt:

Bildungsstiftung im Bonifatius-JahrVor 1250 Jahren wurde der englische Missionar und Bischof Bonifatius von friesischen Räubern erschlagen. Heuer gedenkt man dieses „Apostels der Deutschen“ mit Gottesdiensten, Ausstellungen und sogar einer Briefmarke. Legendär ist seine Fällung der Donareiche, eines heidnischen Symbols. Hervorzuheben ist angesichts der heutigen Entchristlichung und der damit einhergehenden Verwahrlosung im Abendland, daß Bonifatius auch ohne staatliche Unterstützung im unruhigen Missionsgebiet Klöster und Schulen errichtete, die zu Orten religiösen, wirtschaftlichen und kulturellen Aufbruchs wurden.
Die Formalien zur Errichtung der Christlichen Bildungsstiftung sind abgeschlossen, uns fehlen nur noch wenige Tausend Euro. Wir wollen noch in diesem Herbst gründen. Bitte unterstützen Sie uns durch eine zweckgebundene Spende („Stiftung“). In der Präambel der Stiftungssatzung heißt es u.a., daß „einst Christen (z.B. Hl. Bonifatius) Deutschland durch die Errichtung von Klöstern, Spitälern, Schulen, Hochschulen und Förderung begabter Personen christianisierten. In diesem Geiste wollen auch wir zu einer (Re-)Christianisierung beitragen. Dabei wissen wir uns verbunden mit allen, die Christus mit Ernst nachfolgen und in seinem Wort, den Heiligen Schriften des Alten und Neuen Testaments, die alleinige Richtschnur für Lehre und Leben erkennen. Vor diesem Hintergrund fördern wir die Verbreitung der heilsbringenden Nachricht von Jesus unter den Menschen.“

Menschenrechte in Gefahr-

“Antidiskriminierung” als DiskriminierungsfalleWird dank der bestens organisiereten und aggresiv vorgehenden Homosexuellenverbände und Pädophilenlobby die Meinungsfreiheit bald nur noch ein Relikt vergangener Tage sein? Die Frage klingt ungeheuerlich. Dennoch, sie ist berechtigt. Alles mögliche wollen Vertreter verschiedener Minoritäten nun als “Menschenrecht” einklagen. Allen voran die Kinderschänder, die von “Recht des Kindes auf Sexualität” sprechen. “Blanker Zynismus”, sagen die Einen - “Der EU-Verfassungsvertrag gibts rechtlich her!”, befürchten die Anderen. Das zumindest aber die Meinungsfreiheit durch die sogenannten Diskriminierungsverbote (u.a. wegen sexueller Orientierung) aufgeweicht wird, zeigt die Übernahme der Antidiskriminierungsrichtlinie in Schweden. Dort wurde kürzlich ein Pfarrer wegen angeblich homofeindlicher Äußerungen auf der Kanzel zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Die Homolobby versucht die sodomisierung der Gesellschaft unter diesem Stichwort auf allen Ebenen. Selbst in Religionslehrbüchern (in Bayern zugelassen und zum Teil von kirchlichen Lehrkräften erarbeitet) findet sich die Propaganda dieser Gruppen.

Kirchenfürsten mitschuldigWenn der Berufungsprozess scheitert, dann ist Europa in der Gefahr einer riesigen Gleichschaltung zu erliegen. Daran sind unsere Kirchenoberen zumindest mitschuldig. Der Verfassungsvertrag - der im Übrigen auf den Gottesbezug in der Präambel verzichtet - garantiert zwar die freie Religionsausübung, staatskirchenrechtlich wird jedoch meist die Äußerung der Kirchenleitung als verbindliche Glaubensbasis gesehen. Dies bedeutet im Klartext: Es besteht höchste Gefahr, dass evangelische “Bischöfe” unsere Meinungsfreiheit verscherbeln, weil sie an den dogmatischen Fundamenten der Kirche sägen. So erklärte unlängst die Bischofskonferenz der VELKD, dass, entgegen bestehendem Dienstrecht und allen juristischen und theologischen Gutachten zum Trotz, die “Homoehe” von Pfarrern keine Bekenntnisfrage, sondern nur eine Ordnungsfrage sei. Man könne das also so oder anders sehen. Würde sich diese Sicht der Dinge durchsetzen, hätten wir nicht nur eine weitere theologisch-geistliche Katastrophe, sondern auch noch ein juristisches Problem, weil zu befürchten ist, dass jeder Homosexuelle dann auf dem Klageweg gegen bibeltreue Verkündigung vorgehen kann. Folgte der Gesetzgeber dann womöglich noch dem vom grünen MdB Volker Beck vertretenen Schwulen- und Lesbenverband, und seinen juristischen Horrorvisionen, dann würden Verbandsklagerecht (Abtretung der Klagemöglichkeit einzelner Betroffener an Verbände) und Beweislastumkehr zu Gunsten des angeblich Diskriminierten folgen. Im Klartext: Jeder Schwule könnte dann z.B. Einen Vermieter der ihm eine Wohnung nicht vermietet hat wegen Diskriminierung auf Schadensersatz verklagen. Das der Kläger die Wohnung nicht wegen seiner Homosexualität nicht gekriegt hat, muss dann der Vermieter nachweisen - was schier unmöglich sein dürfte.

Mensch und / oder Person?Das diese Horrorvisionen schneller Realität werden können als wir denken, zeigt das Beispiel der gefährlichen Unterscheidung von Person und Mensch. Diese zur Legitimierung von Abtreibung, Kindstötung und sog. (unfreiwilliger) Sterbehilfe geschaffene Unterscheidung verschiedener Philosophen griff nun - auch für viele Politiker unerwartet - erstmalig. “Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat in einem Urteil das Lebensrecht eines Fötus beziehungsweise eines Embryos verneint. ... Artikel 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention schütze lediglich die Person und beziehe sich nicht auf ungeborenes Leben.”
Wenigstens der Vizepräsident des EU-Parlamentes, Ingo Friedrich, widersprach heftig: "Diese Entscheidung ist ein völlig unakzeptabler Angriff auf die Menschenwürde und das Recht auf Leben ... Es muss klar sein, dass dem Menschen als Ebenbild Gottes in allen Stufen seines Lebens - vom Embryo bis hin zum Tod - ungeteilte Menschenwürde zukommt. ... Dazu gehört zuallererst das Recht auf Leben". Dieser Widerspruch genügt nicht. Als Christen stehen wir alle in der Pflicht unsere Freiheitsrechte zu verteidigen. Anschriften verschiedener Institutionen und Politiker recherchieren wir gerne für Sie. Mischen wir uns ein - bevor die Freiheit wieder einmal verloren geht. Ebenso können Sie die Gutachten (juristisch: OKR i.R. Dr. Werner Hofmann / theologisch Prof. Dr. Wolfhardt Pannenberg) zur Frage der Ablehnung Homosexueller im Pfarrhaus beim Hauptbüro (siehe Impressum) bestellen.

Fast 10.000 Johannesevangelien

wurden während der Spielzeit des Kinofilms “Die Passion Christi” allein in München verteilt. Per Fax und E-Post informierten wir die Gemeinden, über unsere Ausgabestelle für Evangelien und Traktate. Die Betroffenheit vieler Kinobesucher nach dem Film war groß. Kaum einer lehnte das “Buch zum Film” ab. Gebe Gott, dass viele es lesen. Gott segne sein Wort an allen, die es erhielten und führe sie zum lebendigen Glauben.


B&S I/2004
B&S III/2004