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Grüß Gott, liebe Leserinnen und Leser! Mit großer Dankbarkeit dürfen wir auf viele gelungene Veranstaltungen, zahlreiche neue Freunde und viele Gottesdienste in denen wir lehren, trösten ermutigen durften zurückblicken. Die Arbeit weitet sich aus und darüber freuen wir uns. Unser Dreisäulenmodell aus „Bekenntniskampf“, geistlicher Erneuerung und der Verdeutlichung der Relevanz des christlichen Glaubens für die Gesellschaft bewährt sich. Trotz aller ehrenamtlichen Arbeit und großer Sparsamkeit benötigen wir auch weiterhin Ihre Hilfe und Treue. Bitte unterstützen Sie uns weiterhein mit Gebet, Ermutigung und wenn Sie können, mit Ihrer finanziellen Hilfe. Die Kirchenvorstandswahlen liegen hinter - die Synodalwahlen vor uns. Wir möchten schnellstmöglich mit möglichst vielen Kirchenvorstehen in Kontakt kommen, u.a. um zu Seminaren einzuladen. Könnten Sie uns zu diesem Zweck bitte ihren (und wenn greifbar auch weitere) Gemeindebriefe in denen die Namen der neuen Kirchenvorstandsmitglieder veröffentlicht wurden zuschicken? Für alle Hilfe und Mitarbeit ein von Herzen kommendes Vergelt´s Gott!! Ihr Andreas Späth
„Bibel in gerechter Sprache (BgS)” die Bibel der Feministinnen und Feministen Angeblich haben Frauen, aber auch Männer, jahrelang unter der Bibel gelitten – genauer gesagt: darunter, dass sie in ihrer Sprache so einseitig männlich geprägt sei, dass sehr oft für Gott das Wort HERR (jeder Buchstabe auch noch groß geschrieben!) gebraucht würde, dass Gott gelegentlich Vater genannt würde, weil es doch sehr schlimme Väter gebe (nicht auch schlimme Mütter?) – auch der Ausdruck, dass Jesus der Herr unseres Lebens sein soll, sei nicht länger hinnehmbar. Aus diesem Grunde entstand Ende der sechziger Jahre in den USA eine feministische Theologie. Sie griff in den siebziger Jahren auf Europa über. Sie möchte nach ihrem Selbstverständnis die weibliche Erfahrung im Umgang mit Bibel und Kirche zur Sprache bringen. Da steht Widersprüchliches nebeneinander, da gibt es die unterschiedlichsten Positionen und Negationen - von dem Bemühen das "weibliche Element" in der Bibel für die Verkündigung zu aktualisieren bis hin zur Propagierung heidnischer Göttinnen. Diejenigen, die sich in diesem Bereich engagieren, verstehen sich selbst bei gegensätzlichen Auffassungen im einzelnen als eine Einheit, die sich verbunden weiß in dem von ihnen allen bejahten Kampf gegen ein "patriarchal deformiertes Christentum". (Susanne Kahl: Feministische Theologie - eine befreiende Entdeckung. In: Anhaltspunkte. Hrsg. vom Deutschen Evangelischen Frauenbund e.V., H.3/1979, S. 73)
Es sei darum notwendig, daß immer mehr Menschen in der Kirche erkennen, daß Sprache ein Instrument von Unterdrückung und Befreiung sein kann. Jahrhundertelang sei die Sprache auch in der Kirche als Herrschaftsinstrument gegen Frauen eingesetzt worden, um sie damit in Abhängigkeit von Männern zu halten. "Die Sprache der Bibel wie der Kirche ist oft männlich-sexistisch. Sie hat sich am Leitbild des Mannes als Hochform menschlichen Lebens ausgerichtet." (Elisabeth Moltmann-Wendel: Ebd.)
"Damit ergibt sich das grundlegende Postulat, eine neue Sprache der Frau zu suchen, eine Sprache, die ihren Erfahrungen entspricht, und eine Sprache, die ihre Abhängigkeiten und ihre Ohnmacht kritisch überwindet." (Kurt Lüthi: Gottes neue Eva. Stuttgart 1978, S. 21)
Im angelsächsischen Bereich begann man zuerst eine neue Sprache für Gottesdienst und Gemeinde zu finden. Der Nationalrat der Kirchen (National Council of Churches), der rund 40 Millionen amerikanische Christen vertritt, hatte sich bereits Ende November 1980 mit einer Vorlage befaßt, in der die Einführung einer "nicht-sexistischen" Bibel gefordert wurde. Dieser Vorstoß der feministischen Theologie in den USA fand in Deutschland alsbald Nachahmung. Das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt veröffentlichte im August 1992 einen umfangreichen Beitrag von Eberhard Fincke unter dem programmatischen Titel: „Ein verräterischer Titel. Ein Plädoyer für die Abschaffung des Wortes ‘Herr’ in der Bibel. Die Theologie soll - so die Forderung - endlich wieder an ihre Übersetzungsaufgaben gehen. Denn es gibt viele Worte für ‘Herr’.” Der Aufsatz beginnt mit den Worten: „Es ist höchste Zeit, das Wort ‘Herr’ aus dem christlichen Sprachgebrauch zu entfernen. Dieser Name für Gott widerspricht allem Eintreten für Demokratie und Menschenrecht. Er verfälscht die biblische Botschaft. ‘Herr’ stammt aus der Zeit, als ‘Herrschaften’ aufkamen.” (Eberhard Fincke: Ein verräterischer Titel. In: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt. Hamburg. Nr. 35 v. 28. August 1992, S. 18)
Rechtzeitig zum 22. Kirchentag hatte die Evangelische Frauenarbeit in Deutschland e.V. (Sitz in Frankfurt am Main) ein Arbeitsheft herausgegeben: "Gerechte Sprache in Gottesdienst und Kirche. Mit Bibeltexten zum Frankfurter Kirchentag in frauengerechter Sprache." (Januar 1987)
Auch in Bremen fiel dieses Anliegen auf fruchtbaren Boden. Der Landesverband der Evangelischen Frauenhilfe hatte keine Hemmungen, im Mai 1995 nun auch „Christus” aus der Satzung zu streichen. Die Leitung der Bremischen Evangelischen Kirche stimmte diesem Beschluß zu. Hatte es vorher in der Satzung des evangelischen Frauenverbandes geheißen; er gründe seine Aufgaben „im biblischen Zeugnis von der Liebe Gottes in Jesus Christus”, so blieb nun nur noch der Hinweis „auf die befreiende Liebe Gottes, wie die Bibel sie bezeugt”. Die Bremer Kirchenfrauen störten sich an dem Titel „Christus”. In der Öffentlichkeit wurde dieser Vorstoß weithin nicht verstanden. „Die für den Laien schwer nachvollziehbare Begründung: ‘Christos’, griechisch, sei ‚Der Gesalbte’ und der Titel, mit dem Jesus die Herrschaft zugesprochen werde. Daraus werde oft männliches Herrschertum abgeleitet. Vorschlag der Frauen: Jesus ja, Christus nein. ‘Unser Anliegen war nicht, zu streichen’, erläutert Geschäftsführerin Cornelia Klöss, ‘sondern eine lebendige und frauengerechte Formulierung zu finden.’ Der Christus-Begriff der Theologie habe eine für Frauen problematische Bedeutung.” („Christus” als Trennungsgrund. In: Weser-Kurier. Bremen. Nr. 144 v. 23. Juni 1995)
So radikal wollten dann die über 50 „ÜbersetzerInnen“ der sog. BgS doch nicht auf ganzer Linie sein. M.a.W.: es gibt auch in der BgS das Wort „Christus”. Es gibt auch das Wort „Herr”. Aber daneben gibt es unzählige Bibelstellen, wo tatsächlich die Begriffe „Christus” und „Herr” ersetzt worden sind.
Einige markante Beispiele: Das Doppelgebot der Liebe beginnt in den Evangelien Matthäus, Markus und Lukas jeweils mit den gleichlautenden Worten, die Luther korrekt so übersetzt hat: „ Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben...” Daraus wird in der BgS: Du sollst Adonaj, deinen Gott, ... lieben... (Matth. 22,37) So liebe denn Gott, Gottheit für dich,... (Markus 12,30) Du sollst die Lebendige, deinen Gott, lieben... (Lukas 10,27) Das Vaterunser, das uns in den Evangelien Matthäus und Lukas überliefert wird, enthält in der ersten Zeile das Wort „Vater” gemäß dem entsprechenden griechischen Wort pater. Daraus wird in der BgS: Du, Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel...” (Matth. 6,9); „Du Gott...” (Lukas 11,2) Entsprechend lautet der Taufbefehl in der BgS: Taucht sie ein in den Namen Gottes, Vater und Mutter für alle, des Sohnes und der heiligen Geistkraft.“ (Matthäus 28,20) Im Buch Genesis wird die herkömmliche Übersetzung des Gottesnamen (HERR) mit „Adonaj” wiedergegeben. Im Buch Exodus wird Gott abwechselnd als „er” und „sie” bezeichnet. So wird Mose nicht vom „HERRN” berufen, sondern von der „Herrin”, die abwechselnd als „er” und „sie” auftritt (Exodus 4) Im „Ersten und Zweiten Buch Samuel” wird der Begriff „HERR” (für das hebräische „Jahwe”) durchweg mit „Gott” übersetzt; im „Ersten und Zweiten Buch der Könige” dagegen mit „die Ewige”. In der Einleitung zur BgS heißt es: „Insgesamt werden in dieser Bibelübersetzung folgende Varianten anstelle des Gottesnamens vorgeschlagen: der Ewige, die Ewige, Schechina, Adonaj, ha-Schem, der Name, Gott, die Lebendige, der Lebendige, Ich-bin-da, ha-Makom, DU, ER SIE, SIE ER, die Eine, der Eine, die Heilige, der Heilige.” (S. 17)
Weitere Beispiele für Entstellungen: Joh 15,1: „Ich bin der wahre Weinstock, und Gott ist meine Gärtnerin.“ Mt 6,9f.: „Du, Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel … Deine gerechte Welt komme“. Joh 15,14f.: Ihr seid meine Freundinnen und Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. 15 Ich nenne euch nicht mehr Sklavinnen und Sklaven, denn eine Sklavin weiß nicht, was ihre Herrin tut; euch aber habe ich Freundinnen und Freunde genannt, denn ich habe euch alles, was ich von Gott, meinem Ursprung (pater!) gehört, mitgeteilt. 16,13: „Wenn aber jene kommt, die Geistkraft der Wahrheit, dann wird sie euch in alle Wahrheit führen, denn sie wird nicht von sich aus reden, sondern sie wird sagen, was sie hören wird, und euch das Kommende ankündigen.“ 2.Kor 3,17: „Der Ewige (kyrios!) ist Geistkraft, und wo die Geistkraft des Ewigen ist, da ist Freiheit.“ Joh 4,2: „– allerdings taufte nicht Jesus selbst, sondern seine Jüngerinnen und Jünger –“ Die Vater-Sohn-Beziehung wird zudem häufig ersetzt und dadurch verdunkelt bis unkenntlich gemacht. Fazit: Es ist nicht zu erkennen, wem - außer dem Durcheinanderbringer (Diabolos) - mit diesem Wirrwarr gedient sein soll? Es steht zu befürchten, daß diese neue Bibelübersetzung ein weiterer markanter Schritt auf dem Weg der Selbstzerstörung der evangelischen Kirche ist. Für den Gebrauch in der Gemeinde, ist diese Bibel völlig ungeeignet. Denn sie dient einem andern Gott als dem Vater Jesu Christi. Sie verleugnet das urchristliche Bekenntnis, wie es der Jünger Thomas vor Jesus ausgesprochen hat: „Mein Herr und Gott.“ (Johannes 20,28) Die von den „Übersetzern“ vertretenen Ideologien werden Gott in den Mund gelegt und sollen so über ein neues Menschenbild ein neues Gottesbild erzeugen. Dieses soll wiederum Menschen - Kraft angemaßter göttlicher Autorität - in die gewünschte Richtung der Bindestrichtheologen umzuerziehen. So entsteht eine neue - an den Zielen der 68er ausgerichtete - Religion. Ich stimme Oberkirchenrat Werner Führer zu, der ber diese „Bibel“ sagt: "Die Bibel in gerechter Sprache ist theologischer Mumpitz, wie es der ‚arische Jesus’ vor 70 Jahren war, wenn er auch aus der entgegengesetzten Ecke gekommen ist. Es ist eine Taktlosigkeit des Protestantismus, alles, was mit dem Reformator unvereinbar ist, auf Luther zurückzuführen. Die ‚Bibel in gerechter Sprache’ teilt die reformatorischen Denkvoraussetzungen nicht, sondern sucht um der größeren Breitenwirksamkeit willen nur diesen Anschein zu erwecken. Was die Sprache betrifft, so hat man nicht dem Volk aufs Maul, sondern nur auf sich selbst geschaut.“ Pastor Jens Motschmann
Was können Großeltern oder Paten für den Glauben ihrer Enkel tun? - “Tripp-trapp” - Ein Projekt zur christlichen frühkindlichen Erziehung!
Das tripp trapp-Projekt umfaßt 19 Aktivitäten-Pakete für Kinder von 1-6 Jahren. Das Konzept wurde entwickelt, um Familien und Paten eine Hilfe an die Hand zu geben, ihrem Taufversprechen nachzukommen. Ca. 11.000 Familien hat tripp trapp bisher erreicht. Altbischof Dr. Werner Leich schrieb dazu: “tripp trapp .... nimmt die Familie unserer Zeit und das Lebensalter der Kinder liebevoll auf und hilft den Eltern, den Glauben an Jesus weiterzugeben an ihr Kind. Spielend können die Kinder in den Glauben hineinwachsen, ... und die Fröhlichkeit kommt nicht zu kurz”. Mit tripp trapp bekommt ein Kind jedes Jahr 3 Pakete ins Haus geschickt – insgesamt sechs Jahre lang. Darin finden sich altersgerechte christliche Kinderbücher, spannende Hörspielkassetten, christliche Kinderlieder, Kindergebete, Poster, Spiel und Bastelmaterial. Alles führt an biblische Geschichten heran. Dazu kommt mit jeder Sendung ein Elternbrief mit Anregungen zur Erziehung.
Taufunterweisung durch die Familie In einer Kirche, in der Kinder getauft werden, ist der Beitrag der Eltern bei der Hinführung zum Glauben grundlegend. Auftrag der Kirche ist die Vermittlung der Heilsgabe Gottes in der Taufe. Gott selbst nimmt Menschen als seine Kinder an durch die Taufe. Aber daß die Getauften ihr Vertrauen auf dieses Tun Gottes setzen, das ist noch ein weiterer Schritt. Hier ist der Beitrag der Familie von größter Bedeutung. Sehr oft ist bei jungen Eltern mehr guter Wille, christliche Impulse aufzunehmen, vorhanden, als es den Anschein hat. tripp trapp gibt dazu Hilfen an die Hand und hat schon vielen Familien Freude bereitet. Nicht nur Großeltern, Väter und Mütter, Paten/Patin nnen verschenken tripp trapp; auch Kirchengemeinden tun es. Was kostet tripp trapp? Ein Jahrgang mit 3 Paketen kostet im Einzelversand 42.- €, im Blockverand 48.- €. Sehen Sie sich tripp trapp einmal an unter www.gesellschaft-fuer-mission.de oder schreiben Sie an: tripp trapp, Missionsstr. 3, 91564 Neuendettelsau, Tel. 09874 – 689 34-0. Fax – 689 34-99 oder Mail: tripptrapp@g"tripptrapp@gesellschaft-fuer-mission.de Albrecht Immanuel Herzog, Pfarrer
Was EKD und Rom unterscheidet Bei seiner Predigt auf dem Münchner Messegelände am 10.9. hat der Bischof von Rom, Benedikt XVI., dem deutschen Teil der röm.-kath. Weltkirche für seine mangelnde geistliche Ausrichtung seelsorgerlich die Leviten gelesen: “... Immer wieder erzählen mir die Bischöfe, zuletzt aus Afrika, (...) dankbar von der Großherzigkeit der deutschen Katholiken und beauftragen mich, diesen Dank weiterzugeben. Auch die Bischöfe aus den baltischen Ländern (...) haben mir berichtet, wie großartig ihnen deutsche Katholiken beim Wiederaufbau ihrer durch Jahrzehnte kommunistischer Herrschaft schlimm zerstörten Kirchen halfen. Dann und wann sagt aber ein afrikanischer Bischof: `Wenn ich in Deutschland soziale Projekte vorlege, finde ich sofort offene Türen. Aber wenn ich mit einem Evangelisierungsprojekt komme, stoße ich eher auf Zurückhaltung.´ Offenbar herrscht da doch bei manchen die Meinung, die sozialen Projekte müsse man mit höchster Dringlichkeit voranbringen; die Dinge mit Gott oder gar mit dem katholischen Glauben, die seien doch eher partikulär und nicht gar so wichtig. Und doch ist es gerade die Erfahrung dieser Bischöfe, daß die Evangelisierung vorausgehen muß; daß der Gott Jesu Christi bekannt, geglaubt, geliebt werden, die Herzen umkehren muß, damit auch die sozialen Dinge vorangehen; damit Versöhnung werde; damit zum Beispiel Aids wirklich von den tiefen Ursachen her bekämpft und die Kranken mit der nötigen Zuwendung und Liebe gepflegt werden können. Das Soziale und das Evangelium sind nicht zu trennen...“
Man könnte diesen Ausführungen Joseph Ratzingers die Überschrift geben: “Reformation heute” - welche die Christenheit des Westens so bitter notwendig hätte, die aber von bestimmten Kreisen behindert wird. Im vergangenen Jahr hatten leitende Geistliche aus weltweiten Partnerkirchen der Nordelbische Kirche (ev. Landeskirche in Hamburg und Schleswig-Holstein) derselben bescheinigt: “Wir staunen über die Schönheit der Kirchen und die Vielfalt kirchlichen Lebens in Nordelbien”, so Bischof Dr. Wesley Kigasung von der Ev.-Luth. Kirche Papua-Neuguineas. Gewundert habe er sich aber, dass “die Menschen sich nicht mehr trauen, über ihren Glauben zu reden und zu beten”. Es scheine, als wolle die Nordelbische Kirche “ihr Glaubensproblem mit bürokratischen Maßnahmen lösen”. Strukturen seien wichtig, aber nicht das eigentliche Ziel der Kirche, betonte Bischof Dr. Israel-Peter Mwakyolile aus Tansania. “Nordelbien braucht nicht nur eine Reform der Strukturen, sondern vor allem eine geistliche Erneuerung.” Die größte Herausforderung für die Kirche besteht aus der Sicht der Partner darin, auf die wachsende Sehnsucht der Menschen nach Glauben und Seelsorge einzugehen. So regen die Partner der Nordelbischen Kirche zum Beispiel eine Kampagne der “spirituellen Alphabetisierung” an. Sie solle “die Menschen dazu anleiten, zu beten, in der Bibel zu lesen, zu trauern, Gott zu loben, zu heilen, zu meditieren und die Stille zu entdecken”. Gewiß ist die Nordelbische Kirche in besonderer Weise repräsentativ für den selbst verschuldeten Niedergang der EKD (sh. Ausführungen von Hans Apel in B&S I/2005). Aber auch in Bayern sieht es nicht wesentlich besser aus. Und was der EKD nahezu durchweg fehlt, sind Führungspersönlichkeiten, welche wie der Bischof von Rom hier deutlich Buße und Umkehr anmahnen. Dazu braucht man KEIN Papstamt! Wachen die westeuropäischen Kirchen der Reformation noch auf, bevor sie wegen ihrer Christenferne gänzlich verblassen? Beten und arbeiten wir dafür (ora et labora)!
Pfarrerin heiratet Moslem Ist es wirklich „Privatsache“, die „niemanden etwas angeht“, wenn eine „Pfarrerin“ einen Moslem heiratet? Ist es wirklich egal, wie wir als Christen - insbesondere als Amtsträger leben? Nein! - Es ist weder Privatsache noch egal. Als Christen - zumal als Amtsträger - sind wir der Welt das Zeugnis von Jesus Christus schuldig - in Wort und Tat. Das Evangelische Pfarrhaus - oft nur noch eine leere Hülle - sollte einst als Vorbild einer christlichen Ehe die Gemeinde ermutigen. Wie soll eine Amtsträgerin aber mit einem Moslem eine „christliche Ehe“ führen? Als vor sechs Jahren der erste Fall einer solchen Heirat in Nürnberg ruchbar wurde, war die Empörung groß. Zweifel daran, daß die betroffene Pfarrerin im Amt bleiben kann, hatte damals sogar der Personalreferent der bayerischen Landeskirche, Oberkirchenrat Franz Peschke. Dem Nachrichtenmagazin idea war damals zu entnehmen: “Die Ehe einer Pfarrerin mit einem Nichtchristen sei ´prinzipiell nicht zu genehmigen´... Da ihre Lebensführung Modellcharakter für die Gemeinde haben müsse, deute alles darauf hin, daß die Ausübung ihres Dienstes behindert werde. Nach wie vor würden beispielsweise Vikare, die einen Nichtchristen heiraten, nicht ordiniert. Peschke nannte es ´fahrlässig´, daß die Theologin nicht vor der Trauung die Kirchenleitung konsultiert habe. “ Muß der Glaube im Pfarrhaus konsensfähig sein? Nun gab es erneut einen identischen Fall im Kirchenkreis Regensburg. Wie im Nürnberger Fall findet auch der dortige Dekan nichts dabei. Man muss sich fragen, ob nun sogar in Pfarrhäusern der Glaube an Christus nicht mehr konsensfähig zu sein braucht. Es lässt sich - insbesondere vor dem Hintergrund missionarischer Bemühungen - dann nicht plausibel machen, warum jemand (auch ein Moslem) Christ oder Mitglied der Kirche werden, bzw. bleiben solle. Wenn derartiges Verhalten von Amtsträgern (ähnlich homosexueller Verpartnerung) von der Kirchenleitung abgelehnt wird, bleibt die Frage: „Warum schreitet sie nicht wirksam ein?“.
Kirche der Reformation in der Deformation „Notwendige Abschiede: Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum“, so war eine Veranstaltung im Dekanat Regensburg beworben. In dieser las der Berliner Emeritus Prof. Klaus-Peter Jörns aus seinem gleichnamigen Buch, dass man nur als finale Selbstaufgabe bezeichnen kann - sofern man christliche Restbestände noch zugestehen wollte. Jörns vertrat in seinem Vortrag am Abend des Reformationstages (!) Thesen, die den christlichen Glauben völlig zuwiderlaufen. Wenn eine Kirchengemeinde - ausgerechnet am Reformationstag - einem Schriftsteller, der die Leugnung des Sühnetodes Jesu und Seinen Absolutheitsanspruch als HERR und Heiland als „Notwendige Abschiede“ betrachtet, eine Plattform bietet, dann haben sich die Verantwortlichen dieser Kirchengemeinde offenbar selbst längst aus der Gemeinde Jesu verabschiedet. Eine verantwortliche Kirchenleitung hätte Herrn Jörns verabschiedet, bevor er seine antichristlichen Thesen in kirchlichen Räumen hätte verbreiten können. Eingeladen hatte das Evang.-Luth. Dekanat zu einem Reformations-Festabend in die Neupfarrkirche. Die Proteste empörter Christen wurden mit als ungebührlich empfundenen Briefen beantwortet. Da der Dekan sich noch nicht öffentlich entschuldigt hat, gab es offenbar noch nicht genug Reaktionen (Dekan Herrmann, Pfarrergasse 5, 93047 Regensburg). Als Christen müssen wir nicht nur lernen als Zeugen Jesu missionarisch nach außen sprachfähig zu werden, sondern auch nach innen, gegenüber denen, die uns eigentlich im Glauben anleiten sollten, statt uns auf Abwege zu führen. Rechte Leitung müssen wir einfordern!
Eingaben zur Herbstsynode Die KSBB macht im Rahmen ihres 3-Säulen-Auftrages (sh. Editorial) auch konstruktive Vorschläge hin zu einer Christus treueren Kirche. So haben wir zur Herbstsynode unserer Landeskirche drei Eingaben gemacht:
1. Fronleichnamstag als glaubensstärkender Verinnerlichungstag Die Synode möge als Empfehlung an die Gemeinden unserer Landeskirche beschließen, ab 2007 den Fronleichnamstag als ”Glaubensstärkenden Verinnerlichungstag auf reformatorischer Basis mit dem Schwerpunkt ´Lutherischer Abendmahlslehre´” zu begehen. Dies wird verbunden mit der Bitte das heilige Abendmahl in den Gemeinden regelmäßig - mindestens einmal pro Woche - zu feiern.
2. Musica Sacra Die Synode möge beschließen: ”Evangelische Kirchen, Gemeindehäuser und sonstige Einrichtungen stehen für Veranstaltungen anderer Religionen außerhalb des judeo-christlichen Kontextes nicht zur Verfügung. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um kultische Handlungen oder Teile daraus handelt.”
3. Soelle-Haus Die Synode möge folgende geschwisterliche Aufforderung an den Senat der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau beschließen: ”Die Synode der Ev.-Luth. Kirche in Bayern bittet den Senat der Augustana-Hochschule in geschwisterlichem Geist, die Namensgebung ‚Dorothee-Sölle-Haus‘ zurückzunehmen.”
Bitte beten Sie für eine geistliche und faire Behandlung dieser Eingaben durch die Synode. Sprechen Sie Ihre Synodalen vor Ort auf diese Eingaben an. Die vollen Texte sind über unser Büro beziehbar (sh. Impressum).
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B&S 2003 B&S I/2005
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