Grußwort für Altbischof D. theol. Oskar Sakrausky
Meinen väterlichen Freund und Bruder in Christus möchte ich anläßlich der Verleihung des Walter-Künneth-Preises an ihn meine herzliche Mitfreude wissen lassen, und dies im Namen der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, deren Ehrenvorsitzender er ist.
Es tut mir sehr leid, daß eine langfristig eingegangene anderweitige Verpflichtung es mir unmöglich macht, diesem festlichen Ereignis beizuwohnen. Aber in meinen guten Gedanken, Erinnerungen und im Gebet werde ich dabei sein.

Der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern möchte ich meine Anerkennung dafür aussprechen, daß sie in diesem Jahre mit der Entscheidung für Bischof Sakrausky einen so würdigen Preisträger erwählt hat. Denn gerade er hat ja sein Amt als Hirte, Lehrer und Wächter der angefochtenen Gemeinde Jesu Christi im selben Geiste und auf der selben Glaubensgrundlage, nämlich der Heiligen Schrift und dem evangelisch-lutherischen Bekenntnis wahrgenommen wie jener heimgegangener Erlanger Bekenntnis-Theologe Prof. D. Dr. Walter Künneth, DD., nach dem dieser Preis genannt ist.
Mit innerer Vollmacht und geistiger Klarheit ist Bischof Sakrausky den zeitgeistigen Strömungen, die in Kirche und Gesellschaft einzudringen suchten, entgegen getreten und hat sich im Kampf gegen eine liberalistische Abtreibungsgesetzgebung und Praxis für das bedrohte Menschenleben im Mutterleibe eingesetzt.

Bischof Sakrausky gehörte zu den Mitverantwortlichen bei der Einberufung des Ersten Europäischen Bekenntnis-Kongresses am Himmelfahrtstage 1974 in der Berliner Philharmonie, als wir gemeinsam gegenüber den Verirrungen des Genfer Säkular-Ökumenismus unsere Bekenntniserklärung „Freiheit und Gemeinschaft in Jesus Christus“ proklamierten. Damals wurde er einmütig zum ersten Vorsitzenden der neugebildeten Europäischen Konferenz Bekennender Gemeinschaften gewählt. Dieses Amt hat er mit Freudigkeit wahrgenommen und tut dies jetzt, nachdem seine körperlichen Kräfte nachgelassen haben, aus der geographischen Ferne als Ehrenpräsident des Europäischen Bekenntnis-Kongresses immer noch, wie zuletzt durch eine von ihm uns zugesandte Predigt beim Siebten Europäischen Bekenntnis-Kongress in Freudenstadt im Oktober vergangenen Jahres. Unvergessen ist der deutsche und österreichische Bekenntniskonvent, den wir auf seine Einladung hin und unter seiner Leitung in Schladming durchführten und wo wir die stark beachtete Schladminger Erklärung zur Heiligkeit der Ehe verabschiedeten.

Nun gratulieren wir dem frisch gekürten Preisträger herzlich und erbitten ihm für seine weitere Wegstrecke dem himmlischen Ziele zu den Segen und Schutz des Dreieinigen Gottes.

In dankbarer Verbundenheit !

Prof. Dr. Peter P. J. Beyerhaus, DD.
Vorsitzender der IKBG


2005 Oskar SAKRAUSKY
Impulsreferat Generalsekretär Steeb